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Mit dem Vorhaben „Starke Bündnisse gegen sexualisierte Gewalt“ unterstützte die LKSF auf Landkreisebene eine noch bessere Netzwerkbildung für einen verlässlichen, nachhaltigen Kinderschutz.

Vier Landkreise wurden in den Jahren 2024/2025 mit Landesmitteln im Rahmen des „Masterplans Kinderschutz“ (Sozialministerium Baden-Württemberg) gefördert, Projektträger war die LKSF Baden-Württemberg e. V., Kooperationspartner waren der Landkreistag Baden-Württemberg und das Landesjugendamt (KVJS).

Ziel der Konzeption „Starke Bündnisse gegen sexualisierte Gewalt“ war es, eine verlässliche Gesamtstruktur zu etablieren: die vorhandenen Angebote, Akteure, Strukturen und Netzwerke im Landkreis galt es zusammenzuführen, die im Themenfeld “Schutz vor sexualisierter Gewalt” bestehen und arbeiten – und auf diesem Weg Prävention und Intervention weiter zu verbessern.

Unterschiedliche Ziele, Aufträge, fachliche Vorgehensweisen, rechtliche Rahmenbedingungen als auch berufsbedingte Unterschiede in der fachlichen Kommunikation müssen gegenseitig bekannt sein, miteinander verbunden und die Zusammenarbeit intensiviert werden. In dieser Thematik darf auch nach Abschluss des Förderzeitraums unser aller Engagement nicht nachlassen, denn Fachleute schätzen, dass auch in Baden-Württemberg in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder sitzen, die Opfer von sexualisierter Gewalt sind.

Folgende Bewerbungen wurden gefördert:

  • Landratsamt Ostalbkreis im Tandem mit Kontaktstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen
  • Landratsamt Rastatt im Tandem mit Feuervogel Rastatt e.V.
  • Landratsamt Reutlingen im Tandem mit Wirbelwind e.V.
  • Landratsamt Sigmaringen im Tandem mit Lichtblick, Caritasverband Sigmaringen

Die Modellphase “Starke Bündnisse gegen sexualisierte Gewalt” hat bewirkt, dass das Hilfesystem im Feld der sexualisierten Gewalt in allen beteiligten Landkreisen strukturell profitierte und an Verlässlichkeit gewann: Personenunabhängig wurden Hilfestrukturen institutionsbezogen aufeinander abgestimmt und gemeinsame Aktivitäten auf den Weg gebracht. Es wurden Erkenntnisse gewonnen und Wege für eine verbesserte interdisziplinäre Vernetzung in den Landkreisen erprobt. Dadurch hat sich gezeigt, welche Rahmenbedingungen sich positiv auf die Bündnisarbeit auswirken bzw. welche Vereinbarungen und Aktivitäten unverzichtbare Grundlagen für eine bessere Zusammenarbeit darstellen.

Auf Basis dieser gewonnenen Erkenntnisse möchte die LKSF auch zukünftig das Thema „Bündnisarbeit im Feld der sexualisierten Gewalt“ voranbringen: neue Bündnisse in weiteren Stadt- und/oder Landkreisen initiieren und Vernetzung dort professionalisieren, wo Netzwerke bestehen.

FOERDERAUFRUF Starke Bündnisse gegen sexualisierte Gewalt.pdf (503.2 KB)

Ansprechperson bei der LKSF BW: Silke Eschenbeck (silke.eschenbeck@lksf-bw.de)

Wir sind Mitglied im

Finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.