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LKSF und UBSKM für Stärkung von Beteiligungsstrukturen

Verschiedene bunte Sprechblasen symbolisieren Kommunikation und Austausch.

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PRESSEMITTEILUNG Betroffenenbeteiligung in Baden-Württemberg stärken – LKSF-BW und UBSKM Kerstin Claus diskutieren verbindliche Beteiligungsstrukturen.pdf (169.5 KB)

Wie können Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erlebt haben, künftig verbindlich an Entscheidungen beteiligt werden, die ihren Schutz und die Unterstützung betreffen? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines Fachgesprächs der Landeskoordinierung spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend in Baden-Württemberg (LKSF-BW) am 15. Juli 2026 in der Fachberatungsstelle Wildwasser Esslingen.

Betroffenenbeteiligung als Schlüssel für wirksamen Kinderschutz

Betroffenenbeteiligung gilt als ein wichtiger Schlüssel für einen wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt. Menschen mit eigener Betroffenheit bringen Erfahrungen ein, die helfen, Prävention, Intervention und Aufarbeitung nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig stärkt ihre Beteiligung die Qualität fachlicher und politischer Entscheidungen sowie das Vertrauen in staatliche und gesellschaftliche Institutionen.

Bundesweite Impulse für Baden-Württemberg

Die Bedeutung dieses Themas wird auch auf Bundesebene mit Nachdruck vorangetrieben. Die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Kerstin Claus, setzt sich seit Jahren für verbindliche Beteiligungsstrukturen ein. Ihr Besuch in Baden-Württemberg unterstreicht die Relevanz des Themas und bietet die Gelegenheit, gemeinsam mit Politik, Fachpraxis und Betroffenenvertretungen über die nächsten Schritte für das Land ins Gespräch zu kommen.

„Betroffenenbeteiligung darf kein freiwilliges Angebot bleiben. Menschen mit eigener Erfahrung müssen dort mitgestalten können, wo Entscheidungen über Schutz, Unterstützung und Aufarbeitung getroffen werden. Nur so entstehen Strukturen, die sich an den tatsächlichen Bedarfen orientieren“, sagt Cora Bures, Vorständin der LKSF Baden-Württemberg.

Gemeinsam Perspektiven für die Zukunft entwickeln

Im Fachgespräch soll der aktuelle Stand der Betroffenenbeteiligung in Baden-Württemberg beleuchtet werden. Zudem werden Erfahrungen aus anderen Bundesländern vorgestellt und diskutiert, welche Strukturen und Rahmenbedingungen notwendig sind, um Beteiligung dauerhaft und verbindlich zu verankern.

„Mit dem Fachgespräch wollen wir gemeinsam Verantwortung für die nächsten Schritte übernehmen. Die Beteiligung von Betroffenen ist ein Qualitätsmerkmal moderner Fachpolitik und ein wichtiger Beitrag für einen wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt“, sagt Kerstin Heilmann, Vorständin der LKSF Baden-Württemberg.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ländertour der UBSKM statt und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes- und Landespolitik, Fachpraxis sowie Betroffenenvertretungen zusammen. Ziel ist, konkrete Impulse für die Weiterentwicklung der Beteiligungsstrukturen in Baden-Württemberg zu entwickeln und den Dialog zwischen allen beteiligten Akteur:innen zu stärken.

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